Schuhe

900 - 1300 nach Christus

Schuhe

Beitragvon Fortinbras » 16.02.2010, 23:15

Habe mir ein Paar Schuhe gebastelt, erstmal als Prototyp, der Härtetest folgt in Mannheim. Kleine Anleitung:
das Schnittmuster den eigenen Maßen anpassen, wer Einlagen trägt, mit diesen messen, und daran die Sohle orientieren.
http://www.heidelphoto.com/Bastelbilder/Schuhschnittmuster.jpg Die krummen Seiten ergeben sich aus den unförmigen Füßen.
Wie das dann zusammengehört, sieht man am fertigen Schuh, ich habe Innenschnürung angebracht, weil ich ungelenker Klotz außen nicht drankäme.
http://www.heidelphoto.com/Bastelbilder/Schuhe.jpg Nun sage nur keiner, es gab kein schwarzes Leder, auf vielen Abbildungen sind schwarze Schuhe. Die richtigen werden dann aus naturgegerbtem Leder gebastelt. Das ist allerdings dicker, und dafür werde ich die Stoß- und Kehlnähte des Schaftes nicht wendenähen können. Falls wer Einfälle hat, würde mich freuen ;)
Um die Sohle anzukleben hab ich eine aus Sperrholz ausgesägt, eingelegt und den Schuh drüber gespannt, und dann auf eine andere Platte verklemmt, und daß es keine Druckstellen gibt, Brettchen drauf geklemmt. http://www.heidelphoto.com/Bastelbilder/Sohleankleben.JPG die Richtigen bekommen angenähte Sohlen, wenn ich das hinkriege.
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Re: Schuhe

Beitragvon Gotfried_von_Pochsberg » 17.02.2010, 19:53

Ist die Sohle dann nicht mit den Leder vernäht? Nur geklebt?
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Re: Schuhe

Beitragvon Fortinbras » 18.02.2010, 00:32

Beim Prototypen nur verklebt. Klar, es gab vor ca. 800 Jahren kein Kövulfix. Besser war der in der roten Tube, den gibts aber nicht mehr. Das Zeug hält allerdings bombenfest. Sohlen kann man mit der Ledernadel nicht einfach durchstechen, da muß eine Ahle her zum Vorstechen, denn das Material ist fester. Wenn ich eine Sohle annähe, laufe ich die Naht durch, wenn sie nicht im Leder selbst ist, da täte es gut, vorher eine Furche zu ziehen für die Naht. Anderes Problem, solche Schuhe lassen sich mit fester Sohle dran nicht mehr wenden, muß man also in gewendetem Zustand annähen, das wird vorne schwierig. Vielleicht besser, nicht so spitze Schuhe zu basteln... oder eine teilgewendete Version ins Auge fassen.
Ich möchte erstmal sehen, wie sich das Modell bewährt, wenn man einen Tag damit auf Beton und Kopfsteinpflaster herumläuft. Bisher haben meine Füße das in selbstgebastelten Schuhen nicht gut überstanden. Diese habe ich direkt an die Einlagen angepaßt, und sie sollten gut fest sitzen, und nicht herumschlabbern. Zum Autofahren werde ich sie aber trotzdem nicht anziehen, ein kapitaler Crash hat gereicht mit 5 kaputten Autos, weil ich unter der Bremse hing....
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Re: Schuhe

Beitragvon Owen of Lothian » 09.03.2010, 15:48

Lieber Forti,
das ist nachvollziehbar. Und auch ich trage keine MA Schuhe als PKw-Fahrer. Geht einfach nicht.
Gruß
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Re: Schuhe

Beitragvon Fortinbras » 10.03.2010, 18:50

Mit den alten gings, die hab ich direkt dem Fuß angepaßt ohne Einlagen, nur, damit konnte ich nicht lange laufen. Vielleicht ginge es mit den neuen auch, aber das kostspielige Risiko geh ich nicht nochmal ein. Mit denen läuft man recht gut, aber auch nach ca. 4h herumlaufen ermüden die Füße. Aber in welchen Schuhen nicht, wäre nur besser, wenn man sie abfedern würde. vielleicht eine Korkschicht einbauen.... und mit dem dickeren Leder nicht wendenähen, oder wenn doch, innen die Korkschicht, und eine Sohle drunter nageln.... muß mir da mal noch ein paar historische Gedanken machen, habt ihr noch gute Ideen?
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Re: Schuhe

Beitragvon Gotfried_von_Pochsberg » 10.03.2010, 19:14

Gute Idee finde ich ist, bleib auf jeden Fall bei Wendegenäht. Alles andere ist nicht historisch, sofern du darauf wert legts.
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Re: Schuhe

Beitragvon Fortinbras » 10.03.2010, 19:19

Mit dickerem Leder wäre es unbequem, die Naht über dem Rist wendezunähen, gab es Techniken für "Kehl- und Stoßnähte"?
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Re: Schuhe

Beitragvon Gisela von Amersbach » 10.06.2010, 10:07

toll, was ihr alles könnt! ich muß meine Schuhe immer fertig kaufen.......
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Re: Schuhe

Beitragvon Fortinbras » 10.06.2010, 19:35

Das kannst du auch, ist garnicht schwer ;)
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